More Aphrike 2

Andrew Dosunmu und Andy Amadi Okoroafor haben jeder auf seine Weise Universen voller Bilder und Stories gefüllt, mit Leben aus ihrer alten Heimat Nigeria und ihrer neuen in New York und Paris, geschaffen. Andrew als Fotograf für berühmte Modelabels, Magazine und in seinen visuell atemberaubend durchkomponierten Filmen wie »Mother of George« oder »Where is Kyra?«, die auf den Sundance Film Festivals gefeiert werden. Der andere, Andy, inspiriert mit seiner endlosen Afro-World-Collage in Form des Magazins »Clam« seit Jahren Mode- und Designmenschen in vielen Ländern. Seine künstlerischen Videoarbeiten werden in internationalen Galerien ausgestellt.Für More Aphrike 2 zeigen die beiden frühe und aktuelle Arbeiten: Ihre Debutfilme »Restless City« und »Relentless«, die Foto-Ausstellung »Never Surrender« und Ausgaben aller Clam-Magazine seit dem Start vor 20Jahren.

Im Talk erfährt das Publikum mehr über die Gedanken hinter den Bildern der Künstler. Andrew Dosunmu geht es thematisch um Gerechtigkeit, Schönheit und Grenzüberwindung. Schwarze würden seit »Birth of a nation« im Kino negativ dargestellt, sagt er. Dieses Negativ-Image will er ändern und schwarze Kultur feiern – in seinen Filmen und Bildern. Ästhetik und der Verzicht auf störende Dialoge spielen dabei eine besondere Rolle. Er vertraut auf seine nigerianischen Wurzeln und auf Bilder als einer universellen, verbindenden Sprache.

Eine ähnliche Idee verfolgt Andy Okoroafor mit seinem Magazin Clam, das den Untertitel »Local everywhere« trägt. Darin montierte er eine Art modische Afro-Welt, in der keine nationalen Grenzen mehr spürbar sind. Jeder kann dort zuhause sein, so die Botschaft. Dass es nicht so einfach geht, weiß er natürlich auch. Seine Videos handeln von Einsamkeit als ständigem Begleiter globalisierter Städter. Und der Hauptdarsteller seines in Lagos spielenden Films »Relentless« wird (Kriegs-)Erinnerungen nicht los und treibt heimatlos durch die Stadt auf der Suche nach Erlösung.

Über M-Bassy:

Seit knapp einem Jahr holen wir regelmäßig zeitgenössische afrikanische oder afrikanisch beeinflusste Künstler und Kreative nach Hamburg. JUNO hat dazu 2016 mit Mitgliedern aus der Hamburger Kulturszene »M.Bassy« gegründet – ein gemeinnütziger Verein, der öffentlicher Salon, Bühne und Galerie in einem ist.

m-bassy.org